Potsdams historische Mitte
Bereits vor 20 Jahren, genauer gesagt im Jahr 1990, hat die damalige Stadtverordnetenversammlung der Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam für die Potsdamer Mitte eine „[…] behutsame Wiederannäherung an das charakteristische, gewachsene historische Stadtbild […]“ beschlossen. Jedoch erst 9 Jahre später wurde das eigentliche Sanierungsgebiet „Potsdamer Mitte“ förmlich benannt.
So entstand das derzeitige, sehr ehrgeizige Stadtentwicklungsprojekt, das sich die Um- und Neugestaltung Potsdams zum Ziel gesetzt hat. Dabei sollen große Teile des historischen Stadtgrundrisses wiederhergestellt werden.
Eines der wichtigsten Projekte stellt hier der Neubau des Brandenburgischen Landtags auf dem Grundstück des ehemaligen Stadtschlosses, das im 2. Weltkrieg völlig zerstört worden war und daher 1960 abgerissen wurde, dar.
Zur Realisierung dieser Ziele haben sich in den letzten Jahren viele, vor allem Potsdamer Bürger engagiert und aktiv einen individuellen Anteil an der Wiedergewinnung des historischen Charmes Potsdams geleistet. Viele Spenden gingen bereits aufgrund des außergewöhnlich großen Bürgerengagements in dieser Sache ein.
Wollen auch Sie die Potsdamer Fördervereine und Initiativen bei der Wiederherstellung der Potsdamer Mitte unterstützen?
Dann werden auch Sie ein aktiver Förderer Potsdams!
Sie finden hier eine Auflistung der Initiativen:
Die Stiftung "Großes Waisenhaus"
Im Jahre 1724 gründete König Friedrich Wilhelm I. von Preußen eine der traditionsreichsten und mildtätigsten Stiftungen Preußens, die Stiftung "Großes Militär-Waisenhaus zu Potsdam". Das Ziel der Stiftung war es, unversorgte Kinder zunächst ausschließlich von Militärangehörigen in der eigens dafür errichteten Erziehungsanstalt unterzubringen, sie vor allem aber auch zu unterrichten und auszubilden.
Damit sollte den Zöglingen die Basis für eine spätere eigenverantwortliche Existenz mitgegeben werden. Diese Rahmenbedingungen ermöglichten den betreuten Kindern und Jugendlichen eine weit über die damals üblichen Verhältnisse hinausgehende Fürsorge, Erziehung und berufliche Ausbildung.
Friedrich Wilhelm I. (1713-1740)
1992 wurde die Stiftung "Großes Waisenhaus zu Potsdam" nach 40jähriger Unterbrechung rückwirkend wiederbelebt. Sie knüpft seither an die über 200jährige erzieherische Tradition und Arbeit an. Angepaßt an die heutigen Rahmenbedingungen, soll der Stiftungszweck verwirklicht werden durch die Förderung innovativer, über das Regelangebot hinausgehender Projekte in der Kinder- und Jugenderziehung sowie durch den Betrieb von Betreuungs-, Erziehungs- und Berufsbildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche.
Fördergesellschaft für den Wiederaufbau der Garnisonkirche i.G.
Der Zweite Weltkrieg war bereits entschieden, als ein Luftangriff am 14. April 1945 die Potsdamer Mitte in Trümmer legte. Die berühmte Hof- und Garnisonkirche fing Feuer und brannte aus.
Das holländische Glockenspiel stürzte in die Tiefe und zerschellte. Im Jahre 1968 folgten die rechtsstaatswidrige Enteignung der Kirchengemeinde und die Sprengung der wiederaufbaufähigen Kirche. Wir wollen uns nicht damit abfinden, daß es bei der Hinrichtung dieses einmaligen und geschichtsträchtigen Bauwerks bleiben soll. Wir rufen zu einer weltweiten Hilfsaktion für den Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche auf.
UNTERSTÜTZEN SIE UNS!
Die Garnisonkirche soll zukünftig als offene Stadtkirche ein Gotteshaus für Suchende und Glaubende werden.
Förderverein zur Wiederherstellung des Stadtkanals in Potsdam e.V.
Es waren acht Aktive die sich am 18. Mai 1999 in Potsdam zusammenfanden und den "Förderverein zur Wiederherstellung des Stadtkanals in Potsdam“ gegründet haben.
Der Förderverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein entscheidendes Stück Potsdamer Stadtgeschichte wiederzubeleben.
Dabei wird der Verein aktiv von der Stadt Potsdam und dem Land Brandenburg - vor allem in politischer Hinsicht - unterstützt.
Die 1. wichtige Etappe:
Am 11. Juni 1999 wurde durch den Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Herrn Matthias Platzeck, unter Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste und Medienvertreter, der Startschuss - in Form des symbolischen 1. Spatenstichs - für die Verwirklichung des engagierten und ambitionierten Projektes gegeben.
Verein Potsdamer Stadtschloss e.V.
Die ganze Stadt ist undenkbar ohne dieses Gebäude. Noch anderthalb Jahrzehnte nach der Bombardierung 1945 gab die imposante Ruine der Stadt Halt. Selbstverständlich sahen die ersten Pläne einen Wiederaufbau vor. 1959/60 wurde das Potsdamer Stadtschloss trotz internationaler Proteste auf Befehl des Politbüros gesprengt.
Der Verein Potsdamer Stadtschloss e.V . hat immer für einen originalgetreuen Wiederaufbau des bedeutendsten Profanbaus in Brandenburg geworben. Er stieß dabei in Potsdam zunächst auf entschiedene Ablehnung. Am 20.Mai 2005 beschloss der brandenburgische Landtag den Bau eines gemeinsamen Landtagsgebäudes für Berlin-Brandenburg an der Stelle des Potsdamer Stadtschlosses und machte die Auflage: in den „historischen Um- und Aufrissen“. Ein genauer originalgetreuer Wiederaufbau war und ist durch die Vorgaben der Politik nicht gewollt. Bei der Bevölkerung hatte jedoch im Vorfeld der Entscheidung über die Form des Parlaments ein Umdenken eingesetzt. Pro-Stadtschloss-Demonstrationen mobilisierten 2007 bis zu 2000 Bürger.
Verein zur Erhaltung der Nikolaikirche Potsdam e. V.
Die Ev. Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz und die St. Nikolaikirchengemeinde stehen mit der Erhaltung des Kirchgebäudes vor großen Aufgaben. Aus Bausünden und dem Einsatz mangelhafter Baumaterialien in der DDR-Zeit resultieren heute schon dringend erforderliche Instandsetzungsarbeiten an Dach und Fassade, die aus eigenen Mitteln allein nicht zu finanzieren sind.
1996 wurde deshalb dieser Verein gegründet. Sein Ziel ist es, durch Mitgliedsbeiträge und Spenden bei der Erhaltung des Gebäudes zu helfen.
Der Verein wendet sich an alle,
die in Potsdams Mitte einen Teil der alten Schönheit wiederbeleben möchten.
die dem regen Gemeindeleben, großen Konzerten und vielfältigen Veranstaltungen den Raum erhalten wollen.
die sich an der Architektur, der reichen Ausstattung und dem weiten Kuppelraum erfreuen.
die mitten in der Stadt einen Raum der Stille und Einkehr finden möchten.
die sich aus der Ferne an der großen Kuppel mit dem goldenen Kreuz orientieren.
Sie können den Verein bei seinen Bemühungen als Mitglied durch regelmäßige Beiträge oder durch Spenden unterstützen.
Mitteschön!
Allgemeines
Die historische Mitte Potsdams wurde in der Bombennacht vom 14. April 1945 größtenteils zerstört. Mit der anstehenden Umgestaltung des Alten Marktes ist die einmalige Möglichkeit gegeben einen Teil diesen Charmes zurückzuerlangen. Lesen Sie mehr über unsere Motivation.
Mitteschön - eine Erfolgsgeschichte!
Selten hat sich eine Bürgerinitiative so spontan gebildet und in der Folge so viele Anhänger gefunden!
Ausgangspunkt war die zweite Abstimmungsniederlage in der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung 2006 zum “Landtagsschloss” auf dem Alten Markt. Um eine kleine sehr aktive Gruppe scharten sich bald viele Potsdamer Bürger. Den Wunsch nach der verlorenen historischen Mitte der Stadt dokumentierten sie in regelmäßigen Demos und anderen Aktivitäten mit dem Ruf nach einer äußeren Rekonstruktion ihres alten Stadtschlosses. Bald wurde Mitteschön zu einer ernstzunehmenden Kraft in Potsdam und letztendlich wurde sie durch die 20 Millionen Spende Hasso Plattners belohnt.
Der Landtag in exakt historischer Außenfassade wurde, erzwungen durch die Bürger, zur präzisierten Vorgabe für die Ausschreibung des Landtagsbaus. Hier zeigte sich Bürgerwille in demokratischer Reinkultur. Bürger die sich für ihre Stadt engagieren und ihren Lebensraum aktiv mitbestimmen. Aber auch in Zukunft wird ihr Logo in die Tat umgesetzt: “Wir haben ein Auge drauf!”
Mitteschön – Die Initative von Bürger für die Mitte.



Potsdams historische Mitte




